200 Jahre Bahá’u’lláh

„200 Jahre Bahá’u’lláh“… wird in vielen Städten und Gemeinden Österreichs heuer zu lesen sein. Denn die Bahá’i-Gemeinde befindet sich 2017 in einem besonderen Jubiläumsjahr:

Vor genau 200 Jahren wurde der Stifter des Bahá’i Glaubens, Bahá’u’lláh, in Teheran geboren. Aufgrund seiner damals revolutionären Lehren, wie z.B. die Gleichwertigkeit von Mann und Frau oder Einklang von Wissenschaft und Religion, erduldete Er 40 Jahre lang Verbannung und Gefangenschaft. Heute hat dieser junge Glaube weltweit mehr als 6 Millionen Anhänger, die am 21./22.10.2017 unzählige und vielfältige Feste organisieren, um das friedliche Wirken ihres Religionsstifters zu würdigen, den sie als „Träger einer neuen Botschaft für die ganze Menschheit“ sehen.

Im Bahá’i Glauben, der ohne Priester auskommt, wird die Menschheit als Einheit betrachtet, die von Gott erschaffen wurde, „um einander Liebe zu bezeigen, nicht Eigensinn und Groll.“, wie Bahá’u’lláh formulierte. Bahá’i anerkennen alle Religionsstifter als göttliche Lehrer, die immer wieder eine an das jeweilige Zeitalter angepasste göttliche Botschaft überbringen. Mitte des    19. Jahrhunderts war es Bahá’u’lláh, der von Gott diesen Auftrag erhielt. Über vier Jahrzehnte hinweg verkündete Er in tausenden Versen und zahlreichen Briefen und Büchern Seine Botschaft. Er ebnet darin den Weg für eine neue Entwicklungsstufe der Menschheit, die sowohl das Wohlergehen des Einzelnen als auch das der ganzen Menschheit einschließt. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt folgen Seiner Botschaft. Sie sind bestrebt, Seine Lehren in ihrem täglichen Leben anzuwenden und sie gemeinsam mit anderen für die Förderung der Einheit der Menschheit einzusetzen.

Am 22.10.17 finden in Hall, Innsbruck, Jenbach und Schwaz Feste anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages Bahá’u’lláhs statt, bei dem Menschen jeder Religion und Nation eingeladen sind, denn Bahá’u’lláh sagte:

„Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger.“