Arbeit für alle

Eine der wichtigsten Anweisungen von Bahá’u’lláh in bezug auf die wirtschaftliche Frage ist, daß alle Menschen einer nützlichen Arbeit nachgehen müssen. Es darf im Gemeinschaftsleben keine Drohnen, keine körperlich tauglichen Menschen als Schmarotzer der Gesellschaft geben. Er spricht:

„Jedem einzelnen von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in einem Beruf, sei es eine Kunst, ein Gewerbe oder dergleichen, zu betätigen. Wir veranlaßten, daß diese eure Arbeit dem Dienste Gottes, des Wahrhaftigen, gleich geachtet wird. Bedenkt, o Menschen, die Barmherzigkeit Gottes und seine Gunst; alsdann dankt Ihm am Morgen und am Abend! Vergeudet eure Zeit nicht mit Müßiggang und Trägheit, sondern beschäftigt euch mit dem, was euch selbst und euren Nächsten Nutzen bringt. Dies wurde vom Horizont, von dem die Sonne der Weisheit und der göttlichen Worte strahlt, in diesem Tablet verordnet. Der verachtetste der Menschen ist vor Gott der, welcher nur dasitzt und bettelt. Haltet euch an das Seil der Mittel im Vertrauen auf Gott, den Verursacher der Ursachen.“

Wie viele der heutzutage in der Geschäftswelt aufgewandten Kräfte werden lediglich dazu verbraucht, die Bemühungen anderer Leute in nutzlosem Streit und Wettbewerb zu durchkreuzen und wirkungslos zu machen! Und wie oft geschieht dies auf ganz häßliche Weise! Wenn alle arbeiten würden und alle Kopf- oder Handarbeit verrichteten, die, wie Bahá’u’lláh betont, der Menschheit von großem Nutzen wäre, dann würden auch die für ein gesundes, behagliches und edles Leben vorhandenen Mittel vollauf für alle genügen. Alsdann würde kein Betrug, kein Hungerleiden, keine Entbehrung, keine industrielle Versklavung und keine gesundheitsschädigende Überarbeitung mehr vorkommen.